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15.05.2018
1. Herren
Abschied eines überragenden Trios

Jetzt ist also Schluss: Während sich Hendrik Kuhlmann und Alex Nolte in die wohlverdiente „Handball-Rente“ verabschieden, zieht es Jens Giesbert in die Fremde, um bei einem anderen Klub nach neuen Aufgaben zu suchen. Soweit die schlichte Meldung!

   
Was das Ausscheiden dieses Trios für den Handballsport in Senden heißt, steht auf einem anderen Blatt. Von einer Zäsur zu sprechen, ist wahrlich nicht übertrieben, mehr noch: Hier endet ein Ära!

 
Als mich Jochen Jungblut vor gut zwanzig Jahren als Jugendtrainer für den ASV zu gewinnen versuchte, führte er vor allem die außerordentliche Qualität der Jugendspieler, das riesige Potenzial zahlloser Talente ins Feld, das zu entwickeln ich hier – und nur hier! – die Möglichkeit hätte. Ich ließ mich überzeugen – und wunderte mich, als ich die mir anvertraute Mannschaft nach ein paar Wochen besser kennen und einschätzen gelernt hatte: Die Jungs waren ohne Frage bemüht, das versprochene Talent-Eldorado vermochte ich bei aller Wertschätzung aber nicht zu erkennen. In die Freude über die kürzere Anreise zum Training – zuvor fuhr ich von Münster zu meinem Heimatverein TV Vreden nahe der holländischen Grenze jeweils eine gute Stunde – mischte sich ein wenig Frust über die bescheidenen sportlichen Gegebenheiten. Das änderte sich, als ich erstmals mit den oben Genannten in Berührung kam. In einer (immer noch) mäßig erfolgreichen C-Jugend-Saison fiel mir die unermüdliche Power, der unbedingte Wille eines Spielers namens Hendrik direkt ins Auge; dieser hatte kurz zuvor seinen Kumpel Alex zum Handball gelockt, der zwar noch kaum werfen, fangen oder passen konnte, dessen großes Spielverständnis aber schon damals nicht zu übersehen war.

Bei Jens fiel auf, dass er eigentlich gar nicht auffiel – das sollte sich erst später ändern.

 

Schon im nächsten C-Jugend-Jahr, an dem nur Hendrik und Alex (beide Jahrgang 1986) teilnahmen, nicht aber Jens, der als 1985er schon in die B-Jugend aufgerückt war, endete die Durststrecke: Erstmals in die Bezirksliga (die seinerzeit höchstmögliche Spielklasse) aufgestiegen, wusste das Team vor allem in der (offensiven) Abwehr zu überzeugen und landete auf Rang 2. Dass es für mehr nicht reichte, hatte einen im heutigen Rückblick kaum nachzuvollziehenden Grund: Kuhlmann und Co fehlte es an der nötigen Wurfkraft!

 

Dieses Manko trug nicht unerheblich zur größten „Pleite“ bei, die dem Team – jetzt in der B-Jugend und wieder mit Jens vereint – in der kommenden Qualifikationsrunde widerfuhr: Der angestrebte Aufstieg in die Bezirksliga (die zweithöchste Klasse dieser Altersstufe) wurde verpasst, stattdessen musste das Team auf Kreisebene antreten. Eine echte Strafe ¬– für die anderen Teams, vor allem aber für unsere Spieler, die sich über Kantersiege (55:11!) nicht wirklich freuen konnten. Umso wichtiger war der Umgang mit dem Misserfolg des verpassten Aufstiegs, der dieses Team und insbesondere unsere Protagonisten auszeichnete: Statt sich auf den leicht errungenen (und deshalb als wenig wertvoll erkannten) Siegen auszuruhen, arbeiteten alle mit unermüdlichem Trainingsfleiß daran, sich stetig zu verbessern und vor allem die eigenen Schwächen abzustellen. Mit Erfolg: In der kommenden Aufstiegsrunde setzte das Team (jetzt wieder ohne Jens) einen weiteren Meilenstein für die ASV-Jugendarbeit und marschierte wie Phönix aus der Asche bis in die B-Jugend-Oberliga durch. Tore aus der Distanz zu werfen war kein Problem mehr, sei es mit der unvergleichlichen Kuhlmannschen Urgewalt oder mit den blitzschnell ausgeführten Schlagwürfen eines Alex Nolte. Die Saison wurde – völlig überraschend! – auf dem zweiten Platz abgeschlossen; erstmals im Halbfinale um die Westfalenmeisterschaft unterlag man zwar Eintracht Hagen, aber das Team hatte sich in der westfälischen Leistungsspitze etabliert. Die erfolgreiche Teilnahme am Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ war mit dem achten Platz beim bundesweiten Endturnier in Berlin der krönende Abschluss.

 

Dass der Aufstieg in die A-Jugend-Oberliga problemlos gelang, diente als weiterer, fast schon zu erwartender Beleg für die mittlerweile gewonnene Stärke. Neu war, dass jetzt auch Jens mehr und mehr eine tragende Rolle spielte. Der hatte sich inzwischen leise still und heimlich weiterentwickelt – unter weitaus schwierigeren Bedingungen, da (alle zwei Jahre) in weniger starken Mannschaften aktiv ... und deshalb umso erfreulicher. Aus dem einstigen Mitläufer war ein Spieler geworden, der – wie man es heute von ihm gewohnt ist – nicht nur dank seiner enormen Schnelligkeit ganz wichtige Impulse setzen konnte.
Das zweite A-Jugend-Jahr ist schnell erzählt: Der erneute Aufstieg in die Oberliga war diesmal Formsache, statt kleine Brötchen zu backen, wollte man vorne mitmischen. Und das gelang: Als Rangdritter verpasste das Team nur denkbar knapp die Teilnahme an der westdeutschen Meisterschaft, nicht auszudenken, was möglich gewesen wäre, hätte nicht Alex Nolte durch einen Kreuzbandriss weite Teile der Rückrunde verpasst. Nichtdestotrotz ein überzeugender Erfolg zum Ende der Jugendspielzeit.

 

Und die Senioren, allen voran deren damaliger Trainer Dirk Block, scharrten schon mit den Hufen: Auch dank der Unterstützung der Ex-A-Jugendlichen gelang es, die Bezirksliga zu halten.

 

Die folgenden Jahre von Giesbert, Nolte und Kuhlmann habe ich, von einem kurzen Intermezzo als Trainer abgesehen, als interessierter Beobachter miterlebt. Schnell – und durchaus zur Überraschung einiger etablierter Kräfte – war klar, dass diese Jungs eine andere Rolle spielen würden, als sie Aufrückern aus der Jugend gemeinhin zugedacht wird: Hintenanstellen und die Erfahrenen bei der Arbeit bewundern war nicht ihr Ding; bald marschierten sie selbst vorne weg, erst als Leistungsträger, dann auch als Führungsspieler. Und das war gut so: Aufstieg in die Landesliga – Aufstieg in die Verbandsliga – Aufstieg in die Oberliga! Die größten Erfolge, die der Senioren-Handball in Senden zu verzeichnen hat, sind untrennbar mit den Namen dieses Trios verbunden. Und mit ihren Leistungen – als weithin gefürchteter (und häufig ligabester!) Torjäger, als Kopf und umsichtiger Dirigent des Angriffsspiels sowie als souveräner Abwehrchef und oft unterschätzter Allrounder im Rückraum.

 

Schade, dass sie jetzt aufhören!
Schade, dass ein neuerlicher Kreuzbandriss die Laufbahn von Alex Nolte noch vor Ablauf dieser Spielzeit beendete.
Schade, dass die Summe der kleineren und größeren Wehwehchen sowie der berufliche Aufwand Hendrik Kuhlmann den großen Spaß am Handball ein wenig verleideten.
Und schade, dass Jens Giesbert eine Herausforderung in einem anderen – und nicht im eigenen – Klub zu suchen gedenkt.

 

Wirklich schade, dass diese Ära damit ein Ende findet.
Vielen, vielen Dank für das, was ihr zum Erfolg dieses Vereins beigetragen habt.

 

Und alles Gute für eure Zukunft!

 

Thomas Hammerschmidt


Nächste Spiele

01.09.2018 | ab 10:30 Uhr

C-Jugend-Turnier "1A-Cup" mit Emsdetten, Herne, Altenhagen-Heepen, Lemgo, Hamm, Hemer, Sparta, NSM-Nettelstedt, Brechten/Lünen

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